Wie verläuft die Visionssuche?

Hopser-Berge

In den neun Tagen der Visionssuche gibt es drei Phasen: Die Vorbereitungszeit mit dem Anreisetag, die Schwellenzeit und der Nachbereitungszeit mit dem Abreisetag.

Am Anfang verbringen wir drei Tage zusammen mit den Suchenden und nähern uns gemeinsam den Fragen und den Bedingungen der Solozeit im Wald. Nach der Vorbereitungszeit gehen die Frauen allein hinaus. Drei Tage und vier Nächte sind sie auf sich gestellt, in einem Waldstück oder an einem Feldrain, um den Mächten der Natur zu begegnen. Fastend können sie dabei bis an ihre Grenzen gehen, sie erweitern oder überschreiten, und Erfahrungen machen, die sie neue Orientierung finden lassen. Begleitet und geschützt von allen guten Geistern erleben sie diese Grenzerfahrungen ganz für sich und sind doch Teil der Gruppe von Frauen, die sich zu dieser Suche, zu diesem Übergangsritual entschlossen haben.

Wir Teamfrauen leben in dieser Zeit außerhalb unseres sonstigen Alltages. Wir halten und schützen den spirituellen Raum für die Frauen und alle guten Geister. Wir stehen bereit, falls eine Frau ihre Suche vorzeitig beenden will, hören ihren Ängsten oder Bedenken zu, ermutigen sie, ihren Weg zu gehen.

Wir bereiten die Rückkehr der Frauen vor und erwarten sie am Feuer mit unseren Trommeln. Mit Ritualen, Gesprächen und genauem Zuhören bringen wir die Erlebnisse aus der Visionssuche in Verbindung zu den Fragen und dem Alltagsleben jeder einzelnen Frau und geben ihnen Handwerkszeug an die Hand, ihre heilenden Erfahrungen in ihr alltägliches Leben zu integrieren.

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